Sie befinden sich hier: binoptpoint.de >  Grundlagen

Binäre Optionen: Empfehlung

 

Geschichte des Binärcodes

Die Handelsform der binären Optionen wird heutzutage immer beliebter. Das mag vor allem an ihrer einfachen Handhabung liegen, denn um zu handeln, muss sich der Anleger nur zwischen zwei gegebenen Möglichkeiten entscheiden. Dabei kann es sich zum Beispiel darum handeln, ob der Kurs eines Basiswertes innerhalb einer bestimmten Zeitspanne fällt oder ob er steigt. Egal bei welcher Handelsvariante, es gibt immer nur eine Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten, was die Chance auf einen Gewinn bei 50 Prozent stehen lässt. Sogenannte Call- oder Put-Optionen können über eine FX-Optionen Plattform gehandelt werden.

Binäre Optionen dürfen nicht mit einer Standard-Option, auch „Vanilla Option“ genannt, verwechselt werden. Für weiterführende Informationen zum Thema Optionshandel besuchen Sie bitte die Informationsseite von Avatrade.de.

Doch worauf basiert dieses System? Im Grunde ist dies ein Konzept, das schon viele hundert Jahre alt ist und auf dem auch die digitale Computerwelt von heute begründet liegt.

Wer im Jahr 2013 an seinem Computer sitzt, wird dies bestimmt für selbstverständlich halten. Es gibt kaum noch einen Haushalt, in dem man ein solches Gerät nicht in irgendeiner Form vorfindet. Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Computer an sich alles andere als selbstverständlich, die Grundlage für die Maschine wurde jedoch schon vor rund 300 Jahren geschaffen, das System, auf dem diese Grundlage wiederum basiert, geht auf eine Zeit zurück, die noch vor dem Jahre Null unserer Zeitrechnung liegt. Die Rede ist vom Binärcode, beziehungsweise vom Binärsystem.

Jedes Jahr nimmt der Anteil an Personen mit einem Computer zu!

Das Binärsystem selbst basiert, ähnlich wie die binären Optionen, auf nur zwei möglichen Ziffern, die meist entweder mit 0 oder 1 dargestellt werden. Das auch als Dualsystem oder Zweiersystem bekannte Konzept wird als das zweitwichtigste Zahlensystem überhaupt angesehen, nach dem Dezimalsystem. Diese Tatsache beruht darauf, welch eine unheimlich wichtige Bedeutung das Binärsystem für die Entwicklung der Digitaltechnik gehabt hat. Elektronische Rechenmaschinen basieren auf dem System. Zahlen in der Digitaltechnik werden nämlich durch elektrische Zustände dargestellt, wofür in diesem Fall zwei komplementäre Zustände genommen werden, zum Beispiel Strom an/Strom aus oder Spannung/Masse. Die zwei Zustände werden als Ziffern benutzt, wofür das Binärsystem die einfachste Methode darstellt.

Der Binärcode ist aus dem Binärsystem entstanden. Er bezeichnet die Gesamtheit aller Codes, die Informationen durch Sequenzen von zwei verschiedenen Symbolen darstellen. Er dient zur Verarbeitung von digitalen Informationen, die in einfachen Werten dargestellt werden. Handelt es sich um komplexe oder höherwertige Informationen, so werden diese Werte einfach logisch verknüpft oder technisch verschaltet, wobei der Code genau festlegt, wie die höherwertige Information abgebildet werden soll. Der Binärcode wird aber unter anderem auch für die Übertragung von Informationen gebraucht, die überall dort durchgeführt werden kann, wo ein Wechsel zwischen zwei Zuständen erzeugt und gemessen werden kann. Abgebildet werden die Codes in der Regel durch elektronische oder optische Signale. Komplexe Algorithmen zur Informationsverarbeitung werden durch abgespeicherte Binärdaten auf einem integrierten Schaltkreis realisiert.

Der Binärcode an sich geht auf den deutschen Wissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibniz zurück, der im frühen 18. Jahrhundert das binäre Zahlensystem erforschte und im Zuge seiner Forschung verschiedene binäre Rechenmaschinen entwickelte und bauen ließ. Diese Rechenmaschinen stellen die Grundlage für den heutigen binär rechnenden Computer dar. Obwohl sich Leibniz ausführlich mit der binären Mathematik beschäftigte, sorgte er nie dafür, dass eine praktische Umsetzung oder gar Verbreitung der Idee durchgeführt wurde. Die Maschinen, die er von Mechanikern bauen ließ, und die auf dem binären System basierten, sind zum Teil aber noch immer in der Universität Hannover zu bewundern, die übrigens nach ihm auf den Namen Leibniz Universität getauft wurde, und sollen angeblich sogar noch funktionieren.

Während sich die Stadt Hannover gerne mit der Tatsache schmückt, ihr Leibniz habe das Binärsystem erfunden, zeigt die Geschichte jedoch, dass es schon lange vor ihm Wissenschaftler gab, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben. Die älteste schriftliche Überlieferung zu diesem System findet man im „Chinesischen Buch der Wandlungen“. Schon im 3. Jahrhundert vor Christus beschrieb der alt-indische Mathematiker Pingala ein Zahlensystem, das aus zwei Zeichen bestand. Im Altertum und im Mittelalter wurde der Binärcode bereits dazu genutzt, Nachrichten zu vermitteln, woraus später die optische Telegraphie entwickelt wurde, die schon zu Zeiten Napoleons dazu führte, dass man innerhalb von nur 15 Minuten bis zu 1000 Kilometer weit Nachrichten übermitteln konnte.

Leibniz nahm diese Idee zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf und machte aus dieser die Grundlage dafür, was wir heute auf unseren Schreibtischen stehen haben. Der Deutsche Konrad Zuse nutzte Ende der 30er und zu Beginn der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Gelegenheit und entwickelte die ersten elektronischen Digitalrechner. Darunter war im Jahr 41 ein universell programmierbarer binärer Digitalrechner, der als Vorläufer für unsere heutigen Computer gilt, im Krieg aber vollständig zerstört wurde. Wie man sieht, geht sowohl die Geschichte des Computers als auch die der binären Optionen lange zurück, so dass es heute nur noch schwer sein dürfte, die wahre Basis zu finden, aus der das System einmal entwickelt wurde. 

Umwandlung einer Binärzahl in eine Dezimalzahl

Viele Leute können mit solchen Zahlencodes: „01010“ nichts anfangen und fragen sich, welche Zahl das im Dezimalsystem darstellt. Die Umrechnung ist eigentlich nicht sehr schwer, wenn man die Vorgehensweise kennt.

Beispiel: Umrechnung von „01010“ ins Dezimalsystem

  • Man schreibt jede Ziffer untereinander auf: Ganz oben steht dabei die Zahl, die sich ganz rechts befindet. In unserem Beispiel würden wir mit der 0 beginnen.
  • Anschließend wird jede Ziffer mit der 2er Potenz multipliziert. Begonnen wird mit 2 hoch 0 und Zeile darunter müsste mit 2 hoch 1 und die Zeile darunter mit 2 hoch 2 multipliziert werden.
  • Berechnung: 0x2hoch0+1x2hoch1+0x2hoch2+1x2hoch3+0x2hoch04 = 10

In dieser Rubrik erwartet Sie viel theoretischer Stoff, welchen wir versucht haben so anschaulich wie möglich zu erklären. Sie finden hier Informationen zu den verschiedenen Basiswerten: DAXForexGoldRohöl und Silber. Aber auch über andere Themen wird hier versucht Stellung zu beziehen. Bitte lesen Sie sich auch die Rubrik Trading durch, dort erfahren Sie einiges über Money-Management und Candlesticks. Sie können in unserem Trainingsraum auch den Handel mit binären Optionen üben.

Autor: Martin Brosy