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Binäre Optionen: Empfehlung

 

DAX – Deutscher Aktienindex

Der DAX, Kurzform für Deutscher Aktienindex, existiert in dieser Form seit dem 1. Juli 1988. Er wurde von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung entwickelt und stellt heute den wichtigsten deutschen Aktienindex dar, der die Entwicklung der dreißig größten und umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands wiederspiegelt, die an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet sind. Seit 1999 wird er anhand der Xetra Werte ermittelt. Unter Xetra versteht man ein elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG. Die Unternehmen im DAX werden auch als Blue Chips bezeichnet.

Ursprünglich war der DAX nur als Ergänzung zu den anderen deutschen Aktienindizes gedacht, die bereits am Markt etabliert waren. Mit der Zeit setzte er sich jedoch durch, so dass er heute als der Leitindex für den deutschen Aktienmarkt gilt, national sowie auch international. Neben dem eigentlichen DAX mit seinen 30 Unternehmen gibt es auch noch andere DAX Indizes, die im Laufe der Jahre eingeführt wurden und für verschiedene Bereiche zuständig sind. Hierzu gehören unter anderem der DAX 100, der die hundert liquidesten Unternehmen Deutschlands zusammenfasst, der ÖkoDAX, zu dem nur Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zählen und der TecDAX, in dem nur Unternehmen aus der Technikbranche gehandelt werden. Hinzu kommen der SDAX und der MDAX, die jeweils für 50 mittlere und kleinere Werte zuständig sind. Der DAX an sich orientiert sich an keiner bestimmten Branche sondern nur an den größten Unternehmen aus verschiedenen Bereichen. 

Die Kurse von ausgewählten Aktien der DAX Gesellschaften werden für die Indexberechnung unterschiedlich gewichtet. Hierbei zählt allerdings nur die Marktkapitalisierung der sich in Streubesitz befindlichen Aktien. Hierzu gehören all die Aktien, die sich nicht im Besitz eines Eigentümers befinden, der mehr als 5 Prozent der Aktien besitzt. Die in der Berechnung zu berücksichtigende Aktienart wird allerdings anhand der Liquidität bestimmt, sollte das Kapital einer Gesellschaft in mehrere Aktientöpfe unterteilt sein. Die Berechnung des DAX beginnt an jedem Börsentag ab 9 Uhr morgens und endet üblicherweise mit den Kursen der Xetra Schlussauktion um 17.30 Uhr. Doch auch vor und nach dem Handelsbeginn wird er für eine gewisse Zeit einmal in der Minute berechnet, in Form des Late oder Early DAX, kurz L- und E-Dax. Der E-DAX gilt zwischen 8 und 9 Uhr börsentäglich, der L-DAX zwischen 17.45 und 20 Uhr.

Zu den Unternehmen, die in den DAX aufgenommen werden, gehören die umsatzstärksten des Landes. Sie müssen hierfür jedoch gewisse Kriterien erfüllen, zum Beispiel, dass sie im Prime Standard aufgelistet sind, fortlaufend in Xetra gehandelt werden und einen Streubesitz von mindestens zehn Prozent aufweisen. Das Unternehmen muss entweder einen Sitz in Deutschland haben oder den Schwerpunkt seines Handelsumsatzes an Aktien in Frankfurt und einen Sitz in der EU haben, wofür entweder der juristische Sitz oder der operative Hauptsitz in Frage kommt. Gewichtet werden die Werte im DAX je nach Streubesitz-Marktkapitalisierung. Es spielt also besonders der Wert der handelbaren Aktien eine Rolle und weniger das gesamte Kapital des Unternehmens. Zu den bekanntesten Unternehmen im DAX gehören zum Beispiel Lufthansa, die Allianz, die Commerzbank, Daimler, die Deutsche Telekom und die Deutsche Post.