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Binäre Optionen: Empfehlung

 

Forex

Der Foreign Exchange Market, kurz Forex oder im Deutschen Devisenmarkt, ist der größte Finanzmarkt weltweit mit einem Tagesumsatz von rund 4 Billionen US-Dollar (siehe Grafik unten). Hier werden die verschiedenen Währungen und deren Verhältnis zueinander festgelegt und gehandelt, wobei der Handel insbesondere stark von den Wechselkursen abhängt, die sich seit den 70er Jahren frei schwankend in einem so genannten „Block Floating“  bewegen und so unter anderem empfindlich auf Entwicklungen im politischen und wirtschaftlichen Bereich reagieren können. Im 17. Jahrhundert gab es den Goldhinterlegungsstandard. Jedem gedruckten US-Dollar stand eine gewisse Menge Geld über. Von 1876 bis 1914 gab es feste Wechselkurse, welche in fester Relation zum Goldkurs notierten. Nach 1944 wurde der Goldstandard dann wieder eingeführt und eine Unze-Gold hatte einen Wert von 35 US-Dollar. Seit August 1971 gibt es wieder flexible Wechselkurse. Handelsgegenstand sind verschiedene Währungen, wobei die stärksten Reservewährungen wie der US-Dollar, der Euro, das britische Pfund und der japanische Yen am häufigsten gehandelt werden. Viele Anbieter binärer Optionen bieten Währungskurse als Underlying an. Neben dem DAXRohöl, Gold und Silber gehören Devisen zu den beliebtesten Basiswerten.

Die Grafik zeigt eindrucksvoll, dass jedes Jahr das Handelsvolumen von Devisen zunimmt. 

Der Handel mit Devisen bezieht sich auf den Tausch verschiedener Währungen, also inländisches in ausländisches Geld oder andersherum. Dies geschieht auf der Basis eines ausgehandelten Devisenkurses, der sich in Geldkurs und Briefkurs unterscheidet, also den Verkaufskurs von Devisen und Wertpapieren und das Gegenstück zu diesem Kurs, das den Preis definiert, zu dem man Aktien erwerben kann. Die Differenz von BID und ASK wird als Spread bezeichnet. Im Handel mit Währungen dreht sich im Grunde alles um Angebot und Nachfrage. Zu den Händlern gehören nicht nur Zentralbanken, sondern auch größere Unternehmen, Kreditinstitute, Devisenmakler oder private Devisenhändler. Der Handel selbst wird inzwischen fast vollständig außerbörslich im Internethandel vollzogen, während es vor ein paar Jahrzehnten noch zahlreiche Devisenbörsen gab. Diese wurden mit der Zeit jedoch weitgehend abgeschafft. Ihre Funktionen übernahmen andere Organe, zum Beispiel die Ermittlung der amtlichen Devisenkurse. Devisenkurse werden in Candlestick-Charts dargestellt.

Das beliebteste Währungspaar ist seit Jahren der Euro/US-Dollar.

Der Handel kann dadurch, dass er größtenteils im Internet stattfindet, zu jeder Tageszeit und sogar an den Wochenenden durchgeführt werden. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wie den 1. Mai oder ein paar Feiertage in den USA. Die Händler haben so ständig die Möglichkeit, auf den Markt zu reagieren. Zu den neusten Entwicklungen gehört dabei natürlich auch die Benutzung von Smartphones oder Tablets, so dass der Handel nicht nur zuhause sondern auch von unterwegs getätigt werden kann.

Gerade private Anleger haben die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie den Handel mit Devisen selbst in die Hand nehmen möchten oder ob sie dies einem Broker anvertrauen wollen. Der Devisenmarkt ist gerade für Anfänger nicht leicht zu durchschauen. Wer also einem Forex Broker vollends vertraut, sollte in diesem Fall die Geschäfte lieber ihm überlassen. In den meisten Fällen kann man davon ausgehen, dass der Broker eine Menge Erfahrung mitbringt. Außerdem hängen die Provisionen der Broker meist von den Gewinnen der Händler ab, weshalb man sich darauf verlassen kann, dass dieser so wenig wie möglich schiefgehen lassen wird. Andererseits hat man so keine Einsicht darin, was diese fremde Person mit dem eigenen Geld anstellt. Es kann stets zu Verlusten kommen, selbst bei einem professionellen Broker. Es gibt jedoch auch Forex Accounts, in die man eingreifen kann, so dass die Handlungsfreiheit des Brokers eingeschränkt ist. Für binäre Optionen sollten Sie unseren Broker-Vergleich nutzen. 

Ein Risiko ist beim Handel am Forex Markt allgegenwärtig. Insbesondere in Zeiten, in denen es an den Märkten turbulent zugeht, so wie vor kurzem während der Eurokrise, ist mit hohen Schwankungen zu rechnen, die je nach geldpolitischen Entscheidungen auch vorauszusehen sind und man dementsprechend auf sie reagieren kann. Gegen plötzlich auftretende Schwankungen kann man hingegen nur wenig unternehmen. 

Die vierte Nachkommastelle wird in Fachkreise PIP genannt. Eine Bewegung von einem PIP im Währungspaar EUR/USD entspricht dem Sprung von 1,2900 auf 1,2901.

Autor: Martin Brosy