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Binäre Optionen: Empfehlung

 

Gold

Gold gilt als Geldanlage als eine der sichersten und wenig riskanten Möglichkeiten überhaupt. Das internationale Zahlungsmittel, das es in Form von Goldmünzen und Barren gibt und allgemein als Anlagegold bezeichnet wird, wird unter anderem auch als Währungsreserve von zahlreichen Zentralbanken verschiedener Länder eingelagert. Gold als Geldanlage ist zudem sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Anlegern äußerst beliebt. Sie investieren meist in Gold direkt oder in Wertpapiere, die den Goldkurs abbilden.

Die USA und Deutschland besitzen die größten Goldreserven.

Gerade in Krisenzeiten wird Gold immer wieder zum sicheren Hafen der Anleger. Dies war beispielsweise in den letzten Jahren deutlich zu sehen. Die weltweite Finanzkrise von 2008 brachte den Goldpreis nach oben und auch die Eurokrise der vergangenen Jahre führte dazu, dass der Goldpreis einen Rekordwert nach dem nächsten erreichte. Umfragen zu diesem Zeitpunkt zeigten an, dass die Anleger lieber wenig aufs Spiel setzen wollten und daher eher in Gold und andere Edelmetalle investierten als in riskante Anlageprodukte, bei denen ein möglicher Verlust vernichtend gewesen wäre. Oftmals gilt in Krisenzeiten die Devise: Lieber das Geld sicher angelegt wissen, als zu hoch zu pokern. Hierfür eignet sich Gold als Geldanlage bestens.

Im Gegensatz zu sonstigen Papiergeldanlagen, bei denen sich die Zinsrate nach dem wahrgenommenen Ausfallrisiko der Marktteilnehmer richtet, unterliegt Gold keinem Ausfallrisiko. Starke Schwankungen kann es je nach Nachfrage allerdings trotzdem geben. An einem besonders hohen Goldpreis lässt sich meist bestens erkennen, dass es in der Finanzwelt gerade nicht gut aussieht, oder dass einem größerer Währungsraum, wie zum Beispiel der Eurozone oder den USA, eine Rezession droht oder sie bereits in dieser stecken. Geht es der Konjunktur gut, dann wagen die Anleger mehr und ziehen sich von dem als sicher aber nicht als besonders lukrativ geltendem Edelmetall zurück und dann sinkt der Preis. Wenn es jedoch an den Märkten hoch her geht, weil die Konjunktur droht, in die Krise zu rutschen, dann steigt der Goldpreis wieder und stellt damit ein zuverlässiges Konjunkturbarometer dar. Aktuell geht es im Euroraum sowie in den USA langsam wieder bergauf. Die Schwankungen am Goldmarkt kommen also ebenfalls wieder zur Ruhe. Doch Gold als Geldanlage bleibt dennoch weiter attraktiv, denn aus Angst vor einer Geldentwertung werden in den kommenden Wochen und Monaten wahrscheinlich wieder zahlreiche Anleger den sicheren Anlage-Hafen ansteuern.

Der Goldpreis selbst wird auf dem offenen Markt bestimmt. Seit dem 17. Jahrhundert ist dies schon so und passiert am London Bullion Market. Marktteilnehmer mit großen Goldreserven, also zum Beispiel Zentralbanken, können allerdings auch einen großen Einfluss auf den Goldpreis haben. Sie verleihen oder verkaufen Gold dann, wenn der Preis sinken soll. Genau andersherum wird dann Gold gekauft, wenn der Goldpreis steigen soll. Der Gesamtbesitz der weltweiten Zentralbanken beläuft sich auf etwa 30 750 Tonnen, was nur knapp 19 Prozent der weltweit vorhandenen Goldmenge darstellt, die sich auf 170 000 Tonnen beläuft. In Bereichen außerhalb der Geldanlage wird Gold kaum noch industriell verwendet. Nur im Bereich der Mikroelektronik werden geringe Mengen an Gold in elektronischen Schaltkreisen eingesetzt. Am Anlagenmarkt hingegen ist das Edelmetall durch nichts zu ersetzen. Andere Edelmetalle wie Silber stehen stets im Schatten des Golds.

Autor: Martin Brosy