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Binäre Optionen: Empfehlung

 

Rohöl

Rohöl gilt als wichtiges Handelsgut an den weltweiten Finanzmärkten und ist im Bereich der Rohstoffe anzusiedeln. Die Form von Rohöl, die an den Märkten eine Rolle spielt, ist Erdöl, das entweder an den Terminmarktbörsen oder im realen Handel im Spotmarkt gehandelt wird. Der Ölpreis orientiert sich zum einen an den Vorgaben der OPEC und zum anderen, und heutzutage vorrangig, an Angebot und Nachfrage, so wie die meisten anderen Handelsgüter auch. Unter OPEC versteht man die Organization of Petroleum Exporting Countries. Sie wurde 1960 gegründet und bestand zu Zeiten ihrer Gründung aus fünf Ländern: dem Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela. Heute sind es insgesamt zwölf Mitglieder, hinzugekommen sind Nigeria, Algerien, Libyen, Angola, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ecuador. Gegründet wurde die Organisation zum Schutz der Interessen der Fördernationen und zur Verhinderung eines Preisverfalls.

Der Rohölpreis steigt stetig. Ein Ende ist wegen der Verknappung nicht in Sicht.

Bis in die 80er Jahre war der Einfluss der OPEC auf den Rohölpreis enorm hoch. Dies zeigte sich insbesondere zu Beginn der 70er Jahre, als die Mitgliedsstaaten als Reaktion auf den Kriegsausbruch im Nahen Osten die Öllieferungen in die USA und die Niederlande blockierten, was die erste Ölkrise zur Folge hatte und dazu führte, dass der Ölpreis um ganze 400 Prozent anstieg. Die Kartellfunktion der OPEC zeigte sich hier deutlich und die Kontrolle der Organisation wurde erst Mitte der 80er Jahre geschwächt, als sich immer mehr Ölförderer außerhalb der OPEC auf dem Markt etablierten. Der Wettbewerb wurde angekurbelt, das Angebot breiter und die Ölpreise begannen, immer mehr von Angebot und Nachfrage bestimmt zu werden, nicht mehr durch die Kontrolle der OPEC. Seit Anfang der Jahrtausendwende ist der Ölpreis massiv gestiegen, nachdem er sich in den 90er Jahren bis auf wenige Ausnahmen auf einen relativ moderaten Wert belaufen hatte. Auch heute noch wird er von den Entscheidungen der OPEC Staaten beeinflusst.

Neue Technologien und ein besseres Verbraucherbewusstsein führen zur Senkung des Ölverbrauchs in Deutschland.

Der Rohöl Handel findet entweder an den Terminmarktbörsen oder in Form eines „realen“ Handels im Sportmarkt statt. Die so genannten Erdölbörsen entstanden in den 80er Jahren nach dem Vorbild der Terminmarktstruktur. Die International Petroleum Exchange wurde im Jahr 1980 in London gegründet. Noch in diesem Jahr lancierte der erste Futures Kontrakt auf Gasöl, acht Jahre später folgte die Emission der ersten Brent Crude Futures Kontrakte an der IPE. Heute sind es zwei Terminmarktbörsen, die im Erdölhandel eine Rolle spielen, die New York Mercantile Exchange und die ICE Futures Exchange in London. An der ersten werden Futures Kontrakte auf WTI Crude gehandelt, an der zweiten Brent Crude Futures Kontrakte. Beide Rohölsorten geben preistechnisch den Ton an, wenn es um die Ölpreisentwicklung geht. 

Der zweite Ort für den Handel mit Rohöl ist der Spotmarkt, wo mit dem physischen Rohstoff gehandelt wird. Innerhalb von zwei Wochen wird das „reale“ Rohöl hier „on the spot“ verschoben, wobei der Handel an keiner Börse stattfindet, sondern an den weltweit größten Umschlaghäfen für den Rohstoff, zum Beispiel Rotterdam, Singapur oder New York. Die Geschäfte können elektronisch von überall auf der Welt abgeschlossen werden. Der Handel zwischen Käufer und Verkäufer generiert die Preisentwicklung auf dem Spotmarkt und ist eng mit dem Handel an den Futures-Börsen verknüpft. 

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Autor: Martin Brosy