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Binäre Optionen: Empfehlung

 

Silber

Silber ist nach Gold eines der beliebtesten Edelmetalle, die als Geldanlage genutzt werden. Berechnet wird der Preis je nach Feinunze und beeinfluss wird er zum einen durch die Reaktionen der Anleger auf die konjunkturelle Lage der Länder und die Lage an den Finanzmärkten und zum anderen durch den Ölpreis, den aktuellen Dollarkurs und andere Kurse wie von Gold oder Kupfer. Der industrielle Stellenwert von Silber ist im Gegensatz zu dem von Gold allerdings relativ groß. 

Nachdem der Silberpreis bis auf einige Hochs im 20. Jahrhundert meist eher niedrig stand, steigt er seit Beginn des neuen Jahrtausends relativ kontinuierlich. Zu verantworten hat dies wohl die schwache Stellung des Dollars aufgrund der wachsenden Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten. Im März 2008 stand der Silberpreis auf seinem höchsten Stand seit 1980, als das Edelmetall einen regelrechten Boom erlebt hatte. Doch im Verlauf der internationalen Finanzkrise, die ihren Anfang im Jahr 2007 nahm, sank auch der Silberpreis wieder auf einen so niedrigen Wert wie schon seit langem nicht mehr. Auch die Volatilität des Edelmetalls nahm während der Krise enorm zu.  IM Laufe der Eurokrise der vergangenen Jahre war der Silberpreis wieder enormen Schwankungen ausgesetzt.

Allgemein ändert sich die Nachfrage nach Silber häufig, was zu einer hohen Volatilität des Preises führt. Gehandelt wird er in US-Dollar und gilt umgekehrt proportional zum Dollarpreis. Dies bedeutet, dass der Silberpreis genau dann steigt, wenn der Dollarpreis fällt und andersherum. Dadurch, dass das Edelmetall im Gegensatz zu Gold auch in der Industrie noch häufig eingesetzt wird, stellt diese Branche den stabilsten Abnahmebereich dar, wobei der Silbermarkt sehr viel kleiner ist als der Goldmarkt. Der Handel mit Silberbarren kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Begonnen hatte er im 17. Jahrhundert in London. 1897 wurde schließlich das Silberfixing eingeführt und somit das Fundament der Marktstruktur gelegt. Nachdem der Silbermarkt im Laufe des zweiten Weltkriegs der alleinigen Kontrolle der Bank of England unterstand, wurde er erst in den 50er Jahren wieder vollständig geöffnet. 

Was Silber als Anlage betrifft, so kann man entweder bei der Bank oder einem Edelmetall- oder Münzhändler Silberbarren oder Anlagemünzen erhalten. Neben dem rein physischen Kauf gibt es allerdings auch noch die Investition durch den Wertpapierhandel. Wer Silber kauft, muss jedoch bedenken, dass die Barren und Münzen der Umsatzsteuer unterliegen, ganz im Gegensatz zu Goldbarren und –münzen, die von der Steuer befreit sind. Allerdings sind die Gewinne, die man durch physisches Silber macht, in Deutschland von der Abgeltungssteuer befreit, für den Fall, dass mindestens ein Jahr zwischen Kauf und Verkauf liegt. Gehandelt wird Silber direkt über die Börse oder über einen Broker in Form von Zertifikaten, Fonds oder ETFs, wobei es natürlich zu keinem physischen Erwerb des Edelmetalls kommt. 

Aktuell unterliegt der Silberpreis den freundlicher aussehenden Konjunkturperspektiven. Die Nachfrage ist wieder gestiegen und ebenso wie beim Goldpreis werden sich nun die Schwankungen am Markt wahrscheinlich wieder etwas erholen. Allgemein kann man sagen, dass sich der Silberpreis wohl in diesem Jahr ebenfalls wieder am Goldpreis orientieren wird, dessen Kurs ebenfalls zu Beginn des Jahres nicht mehr ganz so großen Schwankungen unterlag wie noch im letzten Jahr.