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Binäre Optionen: Empfehlung

 

Spike and Ledge

Ich möchte behaupten, dass die meisten Menschen an den Finanzmärkten nicht erfolgreich sind, weil sie A) So handeln wie es die Masse tut, B) Das Risiko nicht minimieren und C) Den Handel mit binären Optionen auf die leichte Schulter nehmen. Sollten Sie auch nur eine Frage mit „Ja“ beantworten, dann empfehle ich Ihnen, sich die Artikel bei binoptpoint genau durchzulesen.

Bevor ich auf die Trading-Strategie: „Spike and Ledge“ von Linda Raschke eingehe, möchte ich Ihnen ein paar Tipps für Ihren Handelsstil geben. Ein Einstiegssignal muss immer eine Voraussetzung erfüllen: Das CRV sollte mindestens 2 betragen. Beim Chancen-Risiko-Verhältnis handelt es sich um eine Messzahl, die die Attraktivität eines Signals beurteilt. Die Berechnung ist sehr einfach: Nehmen wir an, dass das Candlestick-Muster Hammer im Währungspaar EUR/USD im 5-Minuten-Chart bei 1,30 Euro ausgelöst wurde. Der nächste Widerstand befindet sich bei 1,3050 und das Tief des Hammers liegt bei 1,2990. Wenn Sie Ihren mentalen Stopp-Kurs unterhalb von 1,2990 setzen und zu 1,30 das Währungspaar kaufen, dann haben Sie beim echten Trading ein Risiko von 10 PIPs. Die Chance, dass die nun einsetzende Bewegung bis zum Widerstand bei 1,3050 läuft, liegt bei 50 PIPs. Im letzten Schritt teilen Sie einfach 50 PIPs durch 10 PIPs und erhalten ein CRV von 5. Dieser Trade würde bei geringem Risiko ein sehr hohes Maß an Profit in Aussicht stellen. Wenn Sie eine binäre Option unter Berücksichtigung des CRVs kaufen, dann müssen Sie das Zeitfenster beachten. Tritt der Hammer im 60-Minuten-Chart auf, dann ist es nicht ratsam eine Option zu erwerben, die in 60 Minuten verfällt. Dauerte die Abwärtsbewegung, bis zum Auftreten des Hammers im 5-Minuten-Chart zum Beispiel 30 Minuten, dann könnten die Chancen gut stehen, dass sich der Kurs in den nächsten 60 Minuten wieder erholt. Erfahrene Trendfolger haben zum Beispiel eine Trefferquote von 35 Prozent. Die erwirtschafteten Gewinne übersteigen die bis dahin angehäuften Verluste. Das ist nur dadurch möglich, dass jeder Trade auf Profitabilität untersucht und striktes Money-Management betrieben wird. Das Einschätzen der Marktphase gehört ebenfalls dazu, während der „Heilige Gral“ nur in Trendphasen zum prozyklischen Einstieg genutzt wird, kann der Spike-and-Ledge-Ansatz zum antizyklischen Einstieg verwendet werden.
Ins Deutsche würde man das Wort „Spike“ wohl mit „starken Anstieg“ übersetzen. „Ledge“ ist gleichbedeutend mit dem Wort „Felsvorsprung“.

Daraus lässt sich bereits sehr gut die Strategie ableiten, denn im ersten Schritt muss im Basiswert ein starker Up-Move stattfinden. Anschließend konsolidiert der Kurs und es bildet sich ein relatives Tief.  Als nächstes versucht der Kurs immer wieder aus der Konsolidierung auszubrechen, allerdings ist der Käuferdruck dafür einfach zu schwach. Das Kursgebilde erinnert an einem Felsvorsprung und sobald dieser nach unten durchbrochen wird, eröffnet man eine Put-Option. Eine Buy-Me-Out Order könnte man oberhalb des Hochs in der Konsolidierungsphase legen.

Beispiel Spike and Ledge

Lassen Sie uns den EUR/USD vom 11.03.2013 im 10-Minuten Chart betrachten. Nach einer schönen Aufwärtsbewegung bildete sich eine große Bullenkerze. In diesem Moment muss man wachsam sein, denn die Up-Candle stellt gleichzeitig den Spike dar. Anschließend konsolidierte der Kurs und erreichte ein relatives Tief. Als die Klippe dann durchbrochen wurde, hätte man einen Short-Einstieg wagen können. In diesem Fall wäre der Trade voll aufgegangen.

Autor: Martin Brosy